In diesem Glossar werden Ihnen alle Fachbegriffe zu Radio im allgemeinen und Digital Radio im speziellen erklärt.
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| A |
| Algorithmus |
| Rechenvorschrift zur Bildung codierter Bitfolgen.
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| Analoge Übertragung |
| Verfahren, bei dem sich kontinuierlich ändernde Bild- oder Tonsignale übertragen werden. Auftretende Störungen während der Übertragung wirken sich unmittelbar auf das empfangene Signal aus und sind nicht korrigierbar. |
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| Audio Stream |
| Datenstrom, der akustische Informationen in digitaler Form transportiert; wird bei Digital Radio zur Übertragung von Hörfunkprogrammen genutzt |
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| B |
| Band III |
| Frequenzbereich von 174 MHz bis 240 MHz |
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| Bandbreite |
| Breite des genutzten Frequenzbandes in Hertz (Hz) |
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| Bit |
| kleinste Einheit in der Digitaltechnik; kann nur die Werte "0" oder "1" annehmen |
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| C |
| COFDM |
| Abkürzung für Coded Orthogonal Frequency Division Multiplex; Übertragungsverfahren, bei dem die digitalen Daten auf eine Vielzahl von Trägerfrequenzen aufgeteilt und durch diese übertragen werden |
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| CU |
| Eine Capacity Unit (CU) ist die kleinste adressierbare Einheit innerhalb eines DAB-Ensembles. Die Gesamtkapazität eines DAB-Ensembles beträgt 864 CU. |
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| D |
| DAB |
| Digital Audio Broadcasting (DAB) ist ein standardisiertes Verfahren zur digitalen Übertragung von Radioprogrammen und Zusatzdiensten. |
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| Datendienste |
| Neben den Radioprogrammen ermöglicht DAB auch die Übertragung beliebiger digitaler Daten, die vom Nutzer ausgewählt werden können. Diese Daten werden allgemein als Datendienste bezeichnet und können beispielsweise Bilder, Texte oder auch einen elektronischen Programmführer beinhalten. |
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| Datenrate |
| Zahl der pro Zeiteinheit übertragenen Bit |
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| Digital Radio |
| Digital Radio ist der weltweit gültige Markenname für Radioübertragung nach dem DAB-Verfahren. |
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| Digitalisierung |
| Die Umwandlung analoger Signale in digitale Signale wird als Digitalisierung bezeichnet. |
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| Dynamic Label |
| Dynamic Labels sind kurze programmbegleitende Textmitteilungen, die auf dem Empfängerdisplay angezeigt werden. Typische Anwendungen sind beispielsweise die Übertragung von Titel und Interpret oder der Name der aktuellen Sendung. |
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| E |
| Ensemble |
| Bezeichnung für die Gesamtheit aller auf einem Kanal übertragenen Services und Steuerinformationen |
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| EPG |
| Der EPG (Electronic Programme Guide) stellt dem Hörer eine Programmvorschau mit detaillierter Beschreibung einzelner Hörfunksendungen für die nächsten Tage zur Verfügung. Mittels EPG kann eine programmgenaue Aufzeichnung von Sendungen erfolgen. |
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| F |
| FIC |
| Der Fast Information Channel (FIC) ist ein Steuerkanal für den Empfänger, in dem alle Informationen über den Aufbau des Ensembles sowie dynamische Steuerdaten (z. B. Signalisierung von Verkehrsdurchsagen) übertragen werden. Darüber hinaus kann der FIC optional einen speziellen Datenkanal (FIDC) enthalten. |
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| FIDC |
| Der Fast Information Data Channel (FIDC) ist Teil des FIC und wird zur Übertragung von weiteren Datendiensten, wie beispielsweise einen TMC-Dienst, verwendet. |
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| FM |
| Abkürzung für Frequenzmodulation; wird weltweit als Synonym für den Frequenzbereich 87,5MHz bis 108 MHz verwendet; siehe auch UKW |
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| G |
| Gleichwellennetz |
| Bezeichnet ein Sendernetz, bei dem alle Sender auf derselben Frequenz senden und zeitlich miteinander synchronisiert sind. |
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| J |
| JPEG |
| Abkürzung für Joint Picture Experts Group; Datenkompressionsstandard und Dateiformat für Bilder im Internet und in DAB-Datendiensten |
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| L |
| L-Band |
| Das L-Band bezeichnet den Mikrowellenfrequenzbereich von 1.452 MHz bis 1.492 MHz. Es wurde früher für die lokale Verbreitung von DAB-Ensembles genutzt. |
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| M |
| Mehrwegempfang |
| Durch Reflexionen an Gebäuden oder natürlichen Hindernissen gelangt das Signal auf mehreren Wegen von der Sendeantenne zum Empfänger. Bei analogen Systemen wie UKW führt dies zu Empfangsstörungen während bei DAB eine Verbesserung der Empfangsqualität erreicht wird. In Gleichwellennetzen nutzt man zudem den Mehrwegempfang aus, indem die Signale von mehreren Sendern empfangen und verarbeitet werden. |
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| Mode |
| siehe Transmission Mode |
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| MOT |
| Multimedia Object Transfer (MOT) ist ein Verfahren zur Übertragung von Multimedia-Dateien. |
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| MUSICAM |
| Abkürzung für Masking-Pattern Adapted Universal Subband Integrated Coding and Multiplexing; Verfahren zur Datenreduktion von digitalen Audiosignalen |
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| N |
| Netzbetreiber (DAB) |
| siehe Sendernetzbetreiber |
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| NPAD |
| Abkürzung für Non Programme Associated Data; Bezeichnung für Datendienste, die nicht innerhalb des Audiodatenstroms, sondern in einem eigenen Datenkanal übertragen werden |
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| P |
| Packet Mode |
| Übertragungsverfahren, bei dem die Daten in adressierbaren Paketen (Packets) transportiert werden; wird in der Regel zur Übertragung von NPAD verwendet |
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| PAD |
| Abkürzung für Programme Associated Data; Bezeichnung für Datendienste, die innerhalb des Audiodatenstroms übertragen werden |
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| Protection Level |
| Das Protection Level gibt den Grad des Schutzes vor Übertragungsfehlern an. Protection Level 1 stellt hierbei den größten Fehlerschutz und Protection Level 5 den geringsten Fehlerschutz dar. |
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| PTy |
| Der Programmtyp (Programme Type, PTy) dient zur Kennzeichnung des Programminhalts und soll dem Hörer die Programmauswahl erleichtern. Programmtypen können beispielsweise "Pop", "Rock" oder "Information" sein. |
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| S |
| Secondary Service |
| Jeder Service besteht aus einer primären Servicekomponente (Primary Service Component) und kann optional noch weitere sekundäre Servicekomponenten (Secondary Service Component) enthalten. Im Fall eines Hörfunkprogramms ist die primäre Servicekomponente der Audiostream, der das Programm beinhaltet, und die sekundäre Komponente könnte beispielsweise ein weiterer Audiostream sein, der ein zusätzliches Programm mit Verkehrsinformationen enthält. |
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| Sendernetzbetreiber |
| Von der Regulierungsbehörde (Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen) für den Betrieb von DAB-Sendernetzen lizenzierte Unternehmen. Aufgabe eines Sendernetzbetreibers ist es, die Verbreitung von Digital Radio-Programmen und Diensten durch den Aufbau und Betrieb eines DAB-Sendernetzes sicherzustellen. |
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| Service |
| Alle in einem Ensemble vom Nutzer auswählbaren Programme und Datendienste werden allgemein als Service bezeichnet. |
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| Service Component |
| Services bestehen aus einer oder mehreren Service Components (Servicekomponenten), die entweder aus einem Audiostream oder den Daten eines Datendienstes bestehen. Die Servicekomponente verweist hierbei auf den Subchannel, der die entsprechenden Daten transportiert. |
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| Stream Mode |
| Der Stream Mode ist ein Übertragungsmodus für kontinuierliche Datenströme, wie beispielsweise die Audiostreams der Radioprogramme. |
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| Subchannel |
| Ein Subchannel ist ein Übertragungskanal innerhalb des DAB-Ensembles. Subchannels werden zur Übertragung der Services (Hörfunkprogramme und Datendienste) genutzt, wobei für jeden Subchannel der Fehlerschutz separat gewählt werden kann. |
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| T |
| TA |
| TA ist die Abkürzung für Traffic Announcement (Verkehrsdurchsage). Erfolgt in einem Radioprogramm eine Verkehrsdurchsage, kann diese mittels TA signalisiert werden. Digital Radio Empfänger können dadurch beispielsweise von der CD-Wiedergabe auf das entsprechende Programm umschalten und nach Beendigung der Signalisierung wieder zur CD-Wiedergabe zurückkehren - vorausgesetzt, die TA-Funktion ist am Radio aktiviert. |
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| TMC |
| TMC (Traffic Message Channel) ist ein Protokoll zur Übertragung von Verkehrsmeldungen, dass ursprünglich für UKW-RDS entwickelt wurde. Die Daten im TMC sind stark komprimiert und bezeichnen nur bestimmte Meldungstypen und Straßenabschnitte. |
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| TPEG |
| TPEG (Traffic Protocol Experts Group) ist ein Protokoll zur Übertragung von Verkehrsmeldungen. Im Gegensatz zu TMC ermöglicht TPEG die Übermittlung wesentlich komplexerer Informationen, die zudem noch georeferenziert werden können. |
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| Transmission Mode |
| Das DAB-System wurde für die mobile und stationäre Rundfunkübertragung in dem Frequenzbereich von 30 MHz bis 3 GHz entwickelt. Da die Übertragungsbedingungen über einen so großen Frequenzbereich nicht konstant sind, wurden im DAB-Standard vier unterschiedliche Übertragungsmodi (Transmission Modes) festgelegt. |
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| U |
| UKW |
| Die Bezeichnung UKW (Ultrakurzwelle) wird im deutschsprachigen Raum als Synonym für den Frequenzbereich 87,5MHz – 108 MHz verwendet. Dieser Frequenzbereich wird für die Übertragung von Stereo-Radioprogrammen in analoger Technik genutzt. |
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| V |
| Viterbi-Decoder |
| Komponente im DAB-Empfangsgerät zur elektronischen Korrektur von Übertragungsfehlern. |
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